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Beas Rezepte und Ideen

Wer nicht weiß ob er mit sich zufrieden ist, bekommt von den Medien schon aufgezeigt wie es denn am besten zu sein hat. In einem Leben nimmt man ja doch das ein oder andere Jahrzehnt mit. Stellt euch vor man würde sich in jedem neuen Jahrzehnt dem Schönheitsideal beugen. Mir persönlich wäre das ja viel zu anstrengend. Ein Hoch auf die Vielfalt!!!

Weiblichkeit und ihre Formen

100 Jahre Weiblichkeit und ihre Formen

Ich mache mit euch jetzt eine kleine Zeitreise und zeige euch wie sich die Frau über die Jahre immer wieder Verändert hat. Anschnallen bitte, es geht los!

1910

Die Frauen dieses Jahrzehnts läuteten ganz allmählich eine neue Ära der Frauen ein. Vor 1910 wurde der Körper der Frau in die perfekte Form gebogen und gezurrt, geschürt und zurecht gerückt. Auch in diesem Jahr sind noch Reste der Verschnürung sichtbar. Die Frau trägt weiterhin Korsett. Die perfekte Frau dieser Zeit ist das so genannte Gibson Girl. Dieser Frauentyp wurde vom Illustrator Charles Gibson geformt. Seine gezeichneten Damen trugen perfekt frisierte Haare zum langen Schwanenhals. Die runden Schultern betonten das zarte dieser Damen. Die Taille war durch die Schnürung sehr schmal und wurde durch die richtige Kleidung noch betont.

Der Idealvorstellung nach war SIE eine junge, selbstbewusste und engagierte Dame der Oberschicht die Unabhängigkeit ausstrahlte.

1920

Die Steifheit der 10er verschwindet und alles scheint leicht und verspielt. Die Frau darf wieder ihren natürlichen Körper tragen. Das Korsett verschwindet nun gänzlich. Das Schönheitsideal zeigt uns eine schmale, knabenhafte Frau mit wenig Busen und schmalen Hüften. Sie haben einen Namen. Das Flappergirl ist auf dem Vormarsch und erfreut sich größter Beliebtheit. Sie sind locker und für jeden Spaß zu haben, rauchen und trinken, feiern die Feste wie sie fallen und haben immer einen frechen Spruch auf den Lippen. Die Haare werden kurz getragen. Ebenso die Röcke und Kleider.

Der Klassiker dieser Zeit ist das Flapperkleid. Ein gerade geschnittenes Hängerchen mit dünnen Trägern.

1930

Die 30er wirken wie eine Gegenreaktion auf die 20er. Es ist die Zeit der Wirtschafts depression. Die schönen und von allen begehrten Frauen sind Vollblutweiber mit sanften Kurven. Die Sanduhrfigur ist das Schönheitsideal dieser Zeit. Die Damen sollen teuer wirken und legen daher viel Wert auf jedes noch so kleine Detail. Das perfekte Make Up mit den vollen roten Lippen wird durch eine akkurat gestylte Frisur abgerundet. Die Büstenhalter werden nicht mehr dazu genutzt große Brüste platt zu drücken sondern um sie möglichst Vorteilhaft in Szene zu setzen.

Es ist die Zeit der großen, hautengen Abendroben und der Pelzmäntel. Wer sich keinen ganzen Mantel aus Pelz leisten kann hat zumindest einen Kragen aus Pelz. Gern gesehen sind auch Ärmelbesätze.

1940

Sie sind weltweit bekannt unter einem, wie ich finde, nicht so schmeichelhaften Namen. Die Trümmerfrauen der 40er waren starke Persönlichkeiten die alles selbst in die Hand nahmen. Sie waren arbeitende Frauen, von daher wurde die Kleidung auch bequemer. Durch die tragischen Ereignisse dieser Zeit rückte die Silhouette erstmals in den Hintergrund. Doch sollten sie gesund sein, wohl genährt und stark. Schwachen und zerbrechlichen Frauen traute man nichts zu. Ganz sollte die Weiblichkeit doch nicht verschwinden und so gürtete man die Taille mit allem was man dazu nutzen konnte. Durch die Rationierung von Textilien Entstand eine Kleiderknappheit. Doch die Trümmerfrauen wussten sich zu helfen. Sie motzten alte Kleidung wieder auf, nähten sich neues aus alten Vorhängen oder den Hemden des Mannes.

Wichtig war, das Knie musste bedeckt sein. Alles andere galt als obszön.

1950

Der Krieg ist vorbei und die Frauen wollten endlich wieder weiblich sein. Sie kehrten in ihr Heim zurück und umsorgten den Mann. Zurück zur Hausarbeit also. Das Schönheitsideal ging wieder Richtung Sanduhrfigur. Kurvige und weiche Frauen erfreuten sich größter Beliebtheit. Es wurde wieder verstärkt Wert auf Haare und Make Up gelegt. Brüste wurden hoch geschnürt und Taillen betont. Es gab sogar Po und Hüftpolster.

1960

Und wieder geht es in eine ganz andere Richtung. Es ist die Zeit der sexuellen Revolution. Die berühmteste Frau dieser Generation war Twiggy. Sie prägte das Schönheitsideal. Frauen sollten möglichst zierlich sein. Mit wenige Hüften und ebenso wenig Brüsten. Dafür sollten die Augen kindlich groß sein, die Haare kurz. Es ist die Zeit der Miniröcke. Baby- Dolls und Kleider in A- Linie wurden auch immer kürzer.

Alles ist schrill und bunt. Wilde Muster wurden kreuz und queer. Hüte durften groß und auffällig sein. Hier kommt ein ganz wichtiger, wenn auch nicht positiver Punkt für Frauen ins Leben. Die Dumping- Diät wird zur Mode.

1970

Die ersten Anzeichen der wilden 70er konnte man schon in den späten 60ern beobachten. Es ist die Zeit der Hippies. Attraktiv sind sportlich, schlanke und gesund wirkende Menschen. Eigentlich witzig wenn man bedenkt wie man in diesen Jahren zum Thema Drogen stand. Modisch ist erlaubt was gefällt. Es gibt keine Regeln. Durch das vermischen aller aufeinander treffender Kulturen entstehen die wildesten Outfits. Wichtig sind Accessoires. Große Krawatten sind an jeder Ecke zu sehen, ebenso auffällig große Revers und andere Kragen. Blusen, Tuniken und Kleider haben bevorzugt Trompetenärmel oder Häkel- Details.

Auffällig ist die Aufhebung der Geschlechtertrennung. Was Frauen tragen können Männer ebenso tragen.

1980

Es ist die Zeit der Supermodels. Durch diese Grazien erreicht das Schönheitsideal ganz neue Dimensionen. Die Frauen sollen groß sein, sportlich und natürlich Schön. Umso länger die Beine einer Frau, umso beliebter bei den Männern. Athletisch und straff sollen sie sein, natürlich alles auf einem gesunden Weg. Der Fitness- Wahn greift um sich. Aerobic ist das Stichwort. Entweder in Gruppen im Fitnessstudio oder aber zuhause unter Anleitung der ersten Aerobic- Videos.

Modisch sind enge Jeans und Leggings, dazu weite schlabber Oberteile. Ein beliebtes Fahsion- Statement ist das tragen von Bauchfreien Tops.

1990

In den 90ern gibt es verschieden Frauentypen. Alle sind sie geprägt durch diverse Musikstile. Der allgemeine Geschmack tendiert dennoch weiterhin zu schlanken, Mädchenhaften Frauen. Doch gab es dazu auch eine Gegenbewegung der Vollblutfrauen. Einer der bekanntesten Stile dieser Zeit wurde durch das Supermodel Kate Moss begründet. Der Heroin- Chic ist geboren.

Merkmale dieses Stils waren kaputte enge Jeans, weite Oberteile, eine blasse Haut mit dunkeln geschminkten Augen. Gerne auch etwas verschmiert. Die Haare sehen immer etwas zerzaust und unfertig aus.

2000 und Jetzt

Ist noch gar nicht so lange her. Ich glaube wir können uns alle daran erinnern. Hier beginnt ein Fitness und Gesundheitstrend der sich bis heute hält. Er ist mal mehr mal weniger stark zu spüren. Die perfekte Frau ist sportlich und energiegeladen. Die Mode bietet heute tausende Facetten. Es gibt diesbezüglich keine festen Abläufe mehr. Seit circa einem Jahr geht ein Kurven- Hype in der Frauenwelt umher. Immer noch sollen rank und schlank sein. Am besten straff und trainiert, gleichzeitig sollen sie aber Kurven haben die man auf 100 Meter Entfernung erkennt. Wie ihr seht, kann man es nie allen recht machen.

Mein Appell an euch: Fühlt ihr euch wohl in eurer Haut und seid zufrieden, hört einfach nicht hin wenn jemand anfängt über Schönheitsideale zu reden.

Wir sollten uns alle ein wenig mehr entspannen und uns an der Vielfalt der Unterschiede erfreuen. Ich möchte nicht in einer Welt leben, in der alle gleich aussehen.

Mit bestem Gruß
Eure Fou