Laugenbrezeln werden nicht nur vorzugsweise in Bayern gerne gegessen, auch in allen anderen Regionen. Seit neustem kommen die Brezeln und Stangen in einem Discounter sogar frisch aus dem Backautomaten. Dennoch schmecken selbst gemachte Brezeln immer noch am besten. Schön frisch und warm aus dem Ofen sind sie einfach himmlisch.
Nicht nur zum Oktoberfest gehören Brezeln
Überall gibt es jetzt diverse Artikel zum berühmten Oktoberfest zu kaufen, Dirndl, Servierten, Fahnen, selbst Schmuck habe ich heute in unserer Drogerie gesehen. Der besagte Discounter hatte auch schon eine bayrische Themenwoche, da gab es alles was man für eine deftige bayrische Mahlzeit braucht, Weißwürste und süßer Senf z.B.
Zum Frühstück, Nachtisch oder zum Kaffee empfehle ich die Brezeln aber selber zu backen, schmeckt einfach prima.
Brezeln kommen in die Natronlauge
Das war auch mein erstes Mal, das ich etwas mit Natron gemacht habe. Natron bekommt man in Drogerien und gut sortierten Supermärkten. Neben der Lauge, ist Natron aber noch zu vielen anderen Sachen zu gebrauchen.
Für die Brezeln braucht man die Lauge um den typischen Brezel Geschmack und die Bräune zu bekommen.
Zutaten und Herstellung der Brezeln
Den Hefeteig habe ich mit einem Vorteig begonnen, hier wird 20g Hefe mit einem Löffel Honig und 125 ml Wasser verrührt.
In eine Schüssel kommen 500g Mehl, in diese wird eine Kuhle gedrückt und die Hefemischung hineingegeben. Mit etwas Mehl aus der Mitte, die Hefe verrühren, bis ein Brei entsteht. Die Schüssel nun zugedeckt 20 Minuten gehen lassen.
Nach 20 Minuten ist die Hefe etwas gegangen und kann weiter verarbeitet werden. Nun 1 Teelöffel Salz, 1 Eßl. Öl und ca. 150-200 ml Wasser zugeben. Lieber erst etwas weniger Wasser und nach und nach etwas zugeben. Solange kneten bis ein schöner aber nicht zu klebriger Teig entsteht. Den Teig nochmals 45 Minuten gehen lassen.
Danach nochmal durch kneten und in gleich große Stücke teilen.
Die Laugenbrezeln formen
Die geteilten Stücke mit den Fingern zu einer Schlange rollen, dabei die Mitte etwas dicker lassen. Da sich Hefeteig immer wieder zusammen zieht, wird jede „Schlange“ öfters gerollt. Eine Stange rollen, ruhen lassen und wieder rollen usw. bis sie lang genug ist um eine Brezel daraus zu formen.
Brezeln formen ist super einfach, man nimmt in jede Hand ein Ende und dreht es zwei mal ineinander. Legt das gedrehte auf die Arbeitsfläche, zieht die oberen Schlaufen auseinander und drückt die Enden rechts und links fest.
Erst in Lauge baden, dann in den Ofen
In einen Topf 1,2 Liter Wasser mit 20g Natron mischen und aufkochen lassen. Die fertig geformten Brezel nun 30 Sekunden darin kochen lassen, dabei einmal wenden. Beim kochen gehen die Brezeln schon etwas auf, sodass sie beim Backen nicht mehr viel größer werden. Wenn alle Brezeln gebadet sind kommen sie auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech, werden mit Hagelsalz bestreut und für ca. 25-30 Min. in den schon vorgeheizten Backofen bei 200 Grad.
Direkt wenn ihr die fertigen Brezeln aus dem Backofen geholt hab, sollten sie mit Wasser besprüht werden, so werden sie noch knuspriger.
Nicht erschrecken, so viel Arbeit ist es nicht, wie es sich anhört. Auf jeden Fall wird man nach getaner Arbeit belohnt und alle anderen die an den Brezeln teilhaben dürfen auch. Brezeln ein Markenzeichen für das Oktoberfest, doch essen kann man Laugengebäck das ganze Jahr.















Wir lieben knusprige, warme Brezel auch und manchmal habe ich sogar TK-Brezel zum Aufbacken gekauft, die überraschend gut schmecken! Vermutlich sind sie aber mit lauter Konservierungsstoffen etc. vollgestopft, deswegen bin ich schon versucht Dein Rezept auszuprobieren (auch wenn es sich tatsächlich nach ziemlich Arbeit anhört). Wie viele Brezel hast Du mit der angegebenen Menge ungefähr gehabt?
Hallo Meiky
Ja die TK Brezeln hatten wir auch schon, aber sie sind kein Vergleich zu den Frischen. Ich habe immer ca.100g Teig abgewogen und so 8 Brezeln bekommen. Man kann auch kleinere oder größere machen, aber man sollte darauf dachten das alle ungefähr das selbe Gewicht haben. Glaub mir der Teig ist wirklich einfach gemacht, das hört sich wahrscheinlich nur wegen der Wartezeiten nach viel Arbeit an. Und wenn man keine Brezeln formen mag oder kann, dann macht man halt Laugenstangen. Ich wünsch dir viel Spaß beim Backen
und guten Hunger.
Hochachtung – mir ist das zuviel Aufwand. Ich lange da lieber zu der Aufbackware, die gut schmeckt und als Zwischensnack für die Kids klasse ist. Dennoch gefällt mir die Deine Idee für individuelle Anlässe, z.B. Buffet bei einem runden Geburtstag oder dergleichen. So kann man mit der Form spielen und dem Fest eine persönliche Note verleihen. Das würde mir den Aufwand schon wert sein.