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Beas Rezepte und Ideen

Ist euch schon mal aufgefallen, dass die Hersteller immer mehr mit den Verpackungen tricksen? Die meinen doch wirklich, dass der Verbraucher doof ist.  Verpackungsschwindel, in vielen Schokoladentafeln sind plötzlich nur noch 95 g statt vorher 100 g und in dem Bierkasten einer norddeutschen Brauerei sind plötzlich nur noch 27 Flaschen statt vorher 30 drin. Oder noch dreister: Bei einem Tiefkühlhersteller blieb das Gewicht zwar gleich, aber der Fischanteil nahm ab (Quelle: n-tv). Ich gehe mal davon aus, dass die meisten Leute ihre Standardartikel kennen, die sie so für das tägliche Leben kaufen. Sollte man da nicht merken, wenn die Industrie einen austricksen will?

Klar, 5 Gramm spürt man nicht unbedingt beim Anheben, aber ich habe mir das schon vor längerer Zeit verinnerlicht, genauer aufzupassen. Dies einfach deshalb, weil ich beim Einkaufen immer vergleiche. Man kann so viel Geld sparen, wenn man sich ein wenig Zeit nimmt und die Produkte vergleicht. Dadurch kenne ich natürlich „meine“ Lebensmittel und mir fällt auf, wenn sich plötzlich der ausgezeichnete Preis je Kilogramm verändert. Scheinbar gibt es aber noch genug Leute, die darauf reinfallen.

Dahinter steckt doch Methode, oder? Gerade in den heutigen „schlechten Zeiten“ können die Unternehmen kaum noch Preise erhöhen, ohne Umsatzeinbußen zu verzeichnen. Und der Hammer: Die EU deckt das auch noch. Laut EU-Richtlinie 2007/45/EG wurde auch noch die letzte festgelegte Nennfüllmenge für acht Produktgruppen gekippt. Seitdem darf zum Beispiel Milch oder Zucker in allen mögliche Größen verkauft werden, was vorher nicht der Fall war. Ich denke, dass das in der Konsequenz bedeutet, dass nach und nach immer mehr Unternehmen versuchen werden, ihre Preiserhöhungen indirekt vorzunehmen und mich ärgert es, dass der Gesetzgeber den Kunden nicht davor schützt.

Vor allem wage ich ja mal zu behaupten, dass eine neue Verpackung, neue Abfüllanlagen etc. auch richtig viel Geld kosten. Bei manchen Produkten habe ich den Eindruck, dass die Verpackung hochwertiger ist als der Inhalt. Man betrachte Senf für 0,29 Euro! Ich ärgere mich da so richtig drüber, wenn die Industrie meint, dass der Kunde alles kaufen soll und man ihm nur zu gerne das Geld aus der Tasche zieht. Aber es wäre eigentlich angemessen, dass man den Kunden fair behandelt. Das wäre sicherlich eine Marktlücke: Unternehmen, die sich einer freiwilligen Selbstverpflichtung unterwerfen, keine indirekten Preiserhöhungen vorzunehmen. Dies müsste dann durch ein entsprechendes Siegel nachgewiesen werden. Ich würde bei einem akzeptablen Preis sicher dort kaufen.
Oder gibt es das schon?