Nun mache ich Sauerteig selber und backe alle 2-3 Tage ein frisches Brot. Selbst am dritten Tag ist es frisch und schmeckt herrlich.

Brot backen

Brot selbst gebacken, gesund und frisch / Ich weiß was drin ist

Dieser Duft der einem zuhause zur Backzeit um die Nase weht ist ein Gedicht. Es ist für uns schön zu wissen welche Zutaten sich in unserem Brot befinden, nämlich gesundes Mehl und leckere Getreidekörner.

Mal mache ich nur ein reines Natur- Sauerteigbrot, mal eines mit Leinsamen, Sechskornbrot, Sonnenblumenkerne oder Kürbiskerne. So kommt keine Langeweile auf. Brotsorten gibt es viele, in Deutschland an die 300 verschiedene. Im Süden z.B gibt es andere Brotsorten als im Norden, so entsteht die große Vielfalt.

Einige Brotsorten

Roggenbrot, Roggenmischbrot, Kornbrot, Dreikorn,- Vierkorn,- Fünfkornbrot , Vollkornbrot, Schwarzbrot, Weißbrot, Leinsamenbrot, Sauerteigbrot Weizenbrot, Weizenmischbrot, Heidebrot, Landbrot, Knäckebrot, Toastbrot uvm.

Wir bleiben aber jetzt bei einem ehrlich gebackenen Sauerteigbrot, das durch viele verschiedene Körner und Mehlsorten auch Zuhause eine große Vielfalt bietet.

Welches Mehl für Brot

Als erstes sollte man Mehl und Körnern einkaufen.

  • Mehl Typ1050 dunkles Weizenmehl
  • Mehl Typ 1150 dunkles Roggenmehl
  • Körner nach Wahl: z.B. Leinsamen, sechs Korn, Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne

Sauersteigansatz herstellen

Wer nicht das Glück hat wie ich und einen Ansatz geschenkt bekommt muss diesen selber herstellen. Das ist nicht schwierig, dauert nur ein paar Tage.

Sauerteig

Sauerteigansatz:

Mit 50g Mehl Typ1050 und 50g lauwarmes Wasser wird begonnen. Mehl und Wasser gut verrühren, zudecken und an einen warmen, sonnigen Ort 48 Stunden gären lassen.
Dann nochmal 50g Mehl und 50g Wasser dazugeben und gut verrühren. An einem warmen, sonnigen Ort 24 Stunden gären lassen.
Nun 100g Mehl und 100g Wasser dazugeben und gut verrühren. An einem warmen, sonnigen Ort 12 – 24 Stunden gären lassen. Der Teig sollte säuerlich riechen und kleine Bläschen haben. Jetzt ist der Ansatz fertig und kann in Gläsern zu ca. 70-80g abgefüllt werden.

Aus jedem Ansatz im Glas bekommt man ein Brot und aus dem neuen Teig den man damit macht, wird wiederum ein Ansatz. Also keine Sorge diesen Ansatz von oben macht man nur einmal. Die Gläser müssen im Kühlschrank aufbewahrt werden und halten dort bis zu 3 Wochen. Können aber auch eingefroren werden, so geht der Ansatz eigentlich nie aus.

Sauerteig herstellen

Sauerteig Brot selber machen

Nun geht es zum eigentlichen Sauerteig selber machen.

Schritt 1.

Zutaten: 265g Mehl 1150, 280g Wasser und einen Ansatz

Zu Anfang vermengt man 265g Mehl 1150 mit 280g Wasser und einen Ansatz (der im Glas aufbewahrt wurde).

Das Ganze einfach mit einem Löffel vermengen, mit Frischhaltefolie und einem Handtuch abdecken. Die Schüssel nun an einem warmen Ort (im Sommer auf der Fensterbank, im Winter vor der Heizung) 24 Stunden gären lassen.

Nach dem Gären 70 g abnehmen und in einem leeren Glas im Kühlschrank aufbewahren. Dies ist der Ansatz für das nächste Brot.

Schritt 2.

Zutaten: 260g Mehl 1150, 240g Mehl 1050, 15g Salz, 230g Wasser und den Teig von Schritt 1.

Nun 260g 1150 Mehl und 240g 1050 Mehl, 15g Salz vermischen und 230g Wasser zugeben und verrühren. Den vorgegärten Teig zugeben und gut miteinander verkneten.

Den nun fertigen Teig nochmals gut 1- 1 – 1/2 Stunden ruhen lassen und in einen Bräter oder eine Brotform/Kuchenform geben.

Schritt 3 Backen

Den Backofen auf 240 Grad vorheizen. Bis der Ofen auf Temperatur ist, kann der Teig noch mal etwas gehen, abdecken nicht vergessen.

Backzeit: 15 Minuten bei 240 Grad , dann den Ofen auf 200 Grad runter schalten und das Brot nochmals 40 Minuten backen. Ich decke das Brot nach den 15 Minuten mit Alufolie ab, damit die Kruste nicht zu hart wird.

Das mag sich jetzt etwas kompliziert anhören, ist es aber nicht. Ich verspreche, dass wenn man es öfters macht alles richtig einfach ist. Nach 2- 3-mal geht das wie von alleine und Arbeit ist es wirklich nicht….. nur etwas Warterei auf den Teig. Der ja alle naselang gehen möchte, wohin auch immer J

Doch was man am Ende dann zur Belohnung bekommt und dieser Brot Duft zuhause, dafür lohnt sich das ganze alle Mal.
Mehr dazu:
Gestern gab es dazu auf dem ZDF eine Reportage Wie gut ist unser Brot?
Tolle Anleitungen und Tipps und Rezepte gibt es hier zu finden
Haben Sie Ihr Brot schon gefunden? Deutschland ist Weltmeister der Brotvielfalt Bericht auf SWR