Heiße Diskussionen gab es hier bei uns schon immer um das Thema Jobsuche meiner Jungs, um sich das Taschengeld aufzubessern und ein erstes Gefühl für das Arbeitsleben zu bekommen.

Da das Taschengeld ja nicht allzu lange in den jugendlichen Tasche bleibt, kommen sie auch schon nach kurzer Zeit wieder und brauchen noch 5 Euro hier und 10 Euro da, bis ich irgendwann mal gesagt habe, nee von mir gib es nicht mehr.

Entweder ihr kommt mit dem Geld aus oder ihr sucht euch einen Job. “Aber Mama” sagte mein Großer wie stellst du dir das denn vor, ich bin Schüler und hab Handballtraining.

Da fällt einem doch nichts mehr zu ein, oder ?  Die Zeit, die die Kids vor dem PC hängen oder mit der Freundin verbringen ist einfach zu kostbar um sie mit einem Job zu tauschen.

Na ja ich muss ja sagen das er schon das eine oder andere gemacht hat, aber lange dabei geblieben ist er nicht wirklich, die Arbeitszeiten im Getränkemarkt z.B. übereinstimmten nicht mit den Trainingszeiten, dass geht ja gar nicht. Ich bin ja mal gespannt, wenn er eine Ausbildung beginnt was er seinem Chef sagt, wenn er zum Training muss und nicht arbeiten kann :-)

Ich denke alle kommen irgendwann auf den Boden der Tatsachen zurück.

Jetzt haben wir aber erstmal was für Ihn gefunden, durch eine Bekannte ist er an einen Job im Ordnerdienst gekommen und das gefällt ihm ganz gut, das ist nur 3 mal im Monat, keine körperliche Anstrengung, kein Dreck, genau das richtige für unseren „Pingel“.

Anscheinend macht das Geld verdienen dann doch Spaß und vorgestern sagte er mir das er mit einem Freund zusammen noch 2-mal im Monat in einer Diskothek arbeiten möchte, aber nicht zum Kellnern sondern zum Getränke auffüllen. Geht doch.

Heute rief die Frau von Ordnerdienst an und mein Mittlerer ging ans Telefon, dabei hat er gleich die Gelegenheit genutzt und nachgefragt ob er nicht auch dort arbeiten kann. Und tatsächlich kann er das auch machen und darf zusammen mit seinem Bruder das nächste mal kommen.

Ich bin wirklich Glücklich darüber, nicht weil wir ihnen nicht mehr so viel Geld geben müsen, sondern darüber das sie endlich lernen was es heißt für sein Geld etwas zu tun.

Da bewahrheitet sich doch das schöne Lied“ Wunder gibt es immer wieder“